LaTex

LatTex, Technologie aus dem Jahre 1980

Mann mit Hut und Rossschwanz

LatTex hat sich an Universitäten, Hochschulen und wissenschaftlichen Instituten sehr nachhaltig eingenistet.

In diesen Gruppen oder Institutionen scheinen sich zwei Fakultäten zu behaupten:

  • die unverbesserlichen Word-Fans
  • die LaTex-Gemeinde.

Letztere scheinen die Leute, die sich mit Word herumquälen, zu bedauern.

Dabei ist die LaTex-Welt nicht sehr einheitlich, wie man hier: http://de.wikipedia.org/wiki/LaTeX#Geschichte sehen kann.

LaTex ist nicht so sehr von einer xml-Struktur entfernt. Deshalb erinnern sich neue xml-User rasch an ihre Zeit mit LaTex.

Warum wird LaTex in der Technischen Kommunikation nicht verwendet?

Diese Frage haben wir uns oft gestellt. Gründe dafür sollten vorhanden sein.

Auf der Suche danach haben wir einen Beitrag aus dem Jahre 2006 auf der tekom-website gefunden:

LaTeX ist eine Markup-Sprache zur Beschreibung von Dokumenten, mit der selbst komplexeste Inhalte dargestellt werden können. Die eigentliche Dokumenterzeugung übernimmt TeX, ein Textsatzprogramm, das aus dem Dokumentmarkup unter Beachtung vorgegebener Layout-, Satz- und Trennregeln direkt eine PDF-Datei erzeugt.

Aufgrund der relativ begrenzten Gestaltungsmöglichkeiten, des recht einfachen Seitenmodells und der beschränkten Anzahl existierender Layoutvorlagen wird LaTeX bislang vor allem für technische oder wissenschaftliche Dokumente eingesetzt.

Gemäss einem Vortrag, der 2006 bei Fa. ERCO Leuchten GmbH gehalten wurde, gab es folgendes Featback:

Im ersten Teil des Vortrags wurde die Verwendung von LaTeX, die Variationsbreite möglicher Dokumente sowie die für die Erstellung des Markups zur Verfügung stehenden Werkzeuge beschrieben.

Der zweite Teil des Vortrags war der vollautomatischen Erzeugung von Dokumenten aus Daten gewidmet. Da LaTeX als “Filter” funktioniert (eine Textdatei wird nach PDF gesetzt), ist dies nominell mit LaTeX immer möglich. Es fehlen aber einige entscheidende Komponenten für ein wirklich produktives databased publishing System:

  • Zugriff auf beliebige Datenstrukturen im XML-Format
  • Umsetzung komplexer, designerisch ansprechender Layouts
  • automatische datenbasierte Seitenstrukturierung.

Für die ERCO Leuchten GmbH wurde durch die QuinScape GmbH aus Dortmund ein entsprechendes databased publishing System basierend auf LaTeX unter dem Namen ERCOTeX entwickelt. Hiermit werden bereits seit drei Jahren die Produktkataloge und eine Vielzahl weiterer Produktinformationen vollautomatisch datenbasiert erzeugt. Das Produkt wird mittlerweile, erheblich erweitert, unter dem Namen DocScape (www.docscape.de) vertrieben und ist bei einer Vielzahl von Kunden im Einsatz.

Das war 2006. Jetzt haben wir 2014.

Warum wird LaTex aber nicht flächendeckend eingesetzt?

Wie man aus den Ausführungen in (www.docscape.de) erkennen kann, der Ansatz liegt dort bei Design-Regeln, in der xml-Welt sind jedoch Strukturen massgebend. Wenn spezifische Strukturen erforderlich sind, dann sind diese zu modellieren. Im Stylesheet werden dann diese Strukturen für die Ausgabe umgesetzt.

Dies ist das allgemeine Verständnis in der Technischen Kommunikation.

Wir kennen auch keinen CMS-Hersteller, der LaTex als Satzsystem verwendet.